Zur guter Letzt - weil heut der letzte Oktobertag ist und so :) hier noch zwei Fotos von unserem Superduper Baby Shower


Währenddessen hing ich an einem CTG, um die Herztöne und die Aktivität von Alina zu überprüfen. Danach kam der Arzt, hat meinen Bauch mit Gel eingeschmiert, Alinchens Popo "aus dem Becken gehoben" und sie um 180° gedreht. War alles sehr surreal. Ich konnte nicht hinschauen, weil ich mich darauf konzentrieren musste so wenig wie möglich zu lachen. Nicht dass ich es extrem lustig fand, nein, das war eher einer dieser Verzweiflungslacher :) Die Kleine war immerhin sehr kooperativ und hat sich auch widerstandslos drehen lassen. Danach musste ich wieder an ein CTG, hab Blut abgenommen bekommen, ne Anti D Spritze zur Sicherheit (meine mittlerweile dritte!!!) gekriegt und musste warten. Vor lauter Erleichterung und wohl immernoch leicht im Schock ist mir nach wenigen Minuten irre schwindelig geworden. Jürgen hat also ne Schwester geholt, die dann mit Schrecken festgestellt hat, dass mein Blutdruch auf 70 zu 40 abgefallen ist. Ist aber doch noch alles ohne Ohnmächtigwerden ausgegangen, zumindest nachdem ich von den Schwestern (die sich übrigens sehr rührend um uns gekümmert haben) eine Ladung Gummibärchen und nen O-Saft bekommen habe.
Ende gut, alles gut. Ich hoffe die kleine Maus ist mit ihrer neuen Position auch zufrieden und versucht sich nicht wieder zurückzudrehen (kommt auch durchaus vor). Vor lauter Angst, dass das doch noch passiert, wird sie seitdem in regelmäßigen Abständen abgetastet :) Jetzt hat sie auf jeden Fall mehr Platz, turnt seitdem noch mehr im Bauch herum, und Mama ist auch glücklich. Nicht nur, dass sie hofft, auf diese Weise einem Kaiserschnitt entkommen zu sein, sie hat auch seitdem viel mehr Platz in ihrem Magen - sprich kein Köpfchen, das die ganze Zeit dagegendrückt. Jetzt kann ich mich endlich in Ruhe auf die Geburt freuen, und das tu ich auch!!!





Letzter Tag unseres Trips, und wir hatten noch viel vor. Los ging es wieder um 8 Uhr, nachdem der Wecker eigentlich um 6 Uhr geklingelt hat aber wir bis 6.45 Uhr keine Motivation fanden aufzustehen. Zuerst ging es ab in den National Park, und das über eine sehr huppelige unsealed Road. Sabi hat Alina die ganze Zeit festgehalten und die Kleine musste nach jedem Stück immer treten um zu zeigen, dass sie noch da ist :-) Aber die Qualen für uns (und das Auto) waren es wert: Wir waren am Loop, haben Nature's Windows gesehen (wobei wir noch 1km durch die Wüste laufen mussten, und sind dann beim Z-Bend gewesen. Um dorthin zu kommen, mussten wir wieder gut über 1km laufen bei über 30°, aber war toll. Auf dem Rückweg kam uns sogar noch eine ganze Busladung Rentner entgegen. Die Ersten waren noch sehr rüstig und schon fast am Z-Bend angekommen, die Letzten aber waren gerade mal weit 200m vom Parkplatz weg und haben uns gefragt, ob es noch weit sei und ob es denn wert wäre bis dorthin zu laufen. Mit Krückstöcken in der Wüste eine sehr berechtigte Frage...
Zurück in der Stadt haben wir uns nochmal mit Getränken und einem Eis für Sabi eingedeckt. Danach gings zu Rainbow Jungle, was wir fast weglassen wollten. Das Rainbow Jungle ist ein Papageien Park, in dem die Tiere teilweise sogar frei zwischen den Besuchern herumfliegen können (mit Netzdach oben drüber), sehr cool und empfehlenswert.
Das war dann auch unsere letzte Ausflugsstation und wir haben uns um 13 Uhr auf den Heimweg nach Perth gemacht. Das waren nochmal viele viele Kilometer, unterbrochen nur von einer Kaffeepause beim (wahrscheinlich einzigen) McDonalds ausserhalb von Perth in Geraldton. Wenn man von Norden kommt, dann ist die Stadt mit ihren etwa 30.000 Einwohner tatsächlich eine Metropole. Sonst haben die Dörfer teilweise noch die Einwohnerzahl auf dem Ortsschild stehen, und die ist meistens dreistellig.
Gegen 20 Uhr waren wir dann in Perth. Da es unser letzter Tag mit Auto war, wollten wir das nicht ungenutzt lassen und Sabi hat unsere Navi-Tante auf den Baby-Shop programmiert, den wir noch nicht geplündert/leergekauft haben. Nach Nachfrage bei ihrem Handy stellte sich aber auch halbem Weg heraus, dass der Laden schon zuhatte. Daher haben wir nur was beim nächsten SuperIGA gekauft (juhu! Zivilisation!) und sind dann zu Hause erschöpft aber glücklich ins Bett gefallen.

Danach haben wir nochmal den Geschenkeshop aufgesucht. Dort haben ein Delphin-Kuscheltier für Alina gekauft und es Puck genannt (so hieß nämlich einer der Delphine dort). Solange Alina noch nicht da ist, hat sich Sabi bereiterklärt, auf Puck gut aufzupassen. Mal schauen, ob sie Puck später wieder hergibt.
Dummerweise gab es aber keinen Wegweiser, wann wir hätten abbiegen müssen. Tja, dumm gelaufen. Entsprechend haben wir eine Detour über Northhampton machen müssen und so eine Stunde verloren.
Da es schon spät war, haben wir den National Park auf den nächsten Tag verschoben und uns stattdessen bis zum Sonnenuntergang diverse Lookouts am Kliff angeschaut. Viele krasse Felsformationen und echt australisch: Roter Stein in blauem Ocean und heißem Wetter.